Bin heute Nachmittag gegen siebzehn Uhr noch joggen gegangen. Musste mich wieder selbst motivieren da Lisa Besuch hatte und ich so alleine laufen musste. Das Wetter war auch keine große Hilfe um den fetten Arsch hoch zu bekommen. Nebel und leichter Nieselregen erforderten ein großes Maß an Überwindung. Dabei ist solches Wetter genau genommen eigentlich gut zum joggen, man schwitzt nicht so schnell. Na ja, ich mit meinen Fettreserven schwitze leider noch bei jedem Wetter.
Ok, egal! Ich bin ja gelaufen und es war toll! Die Strecke ist 4,658 Kilometer lang und hat 168 Höhenmeter. Der Untergrund ist halb Teer und die andere Hälfte sind Waldwege, allerdings teilweise mit ziemlich groben Schotter. Die ersten 600 Meter ging ich um die Muskeln ein wenig auf zu wärmen. Dann fiel ich in einen leichten Trab.

( Screenshot von jogmap – Kartendaten © 2009 OpenStreetMap Contributors (CC-BY-SA) – Nutzungsbedingungen )
Nach der Hälfte der Strecke passierte es dann. Für einen kurzen Augenblick vergaß ich die Schmerzen in den Waden und das Brennen der Lunge. Meine Atmung befand sich im Einklang mit meinem Laufrythmus und für ein paar hundert Meter genoss ich den Lauf und die Natur – wie in sehr alten Zeiten als ich noch Schüler war und aktiv im Leichtathletikverein. Ich sehne den Tag herbei wenn sich dieses Gefühl wieder über die gesamte Distanz einstellt. Es gibt fast nichts besseres als dieses Glücksgefühl.
Zum Ende hin musste ich noch mal ein Stück gehen. Die letzte lange Gerade zieht sich mit einer leichten Steigung über gute 1,5 km. Da brennen mir noch die untrainierten Waden weg. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung mehr als zufrieden.
Ach, übrigens – die Waage meldete nach dem Duschen 96,5 kg. Letzten Sonntag waren es noch glatte hundert Kilogramm – TSCHAKKA!
