Der ein oder andere meiner Stammleser, wenn es denn welche gibt, wird es sich schon gedacht haben das ich es nicht schaffe hier vier Wochen lang nichts zu schreiben. Zu sprunghaft bin ich gerade dann wenn es um meinen Blog geht. Und das obwohl ich schon eine recht lange Zeit über diesen Planeten wandle.
Na ja, was solls, schließlich gehe ich ja auch während meines im realen Leben hart erarbeiteten Jahresurlaubs arbeiten, worauf ich mich paradoxer Weise auch noch freue.
Am nächsten Mittwoch fahre ich zusammen mit zwei Kollegen nach Bielefeld um eine Maschine abzuholen, die zuvor noch abgebaut werden muss. Endlich mal wieder eine etwas längere Strecke gepaart mit einer neuen Aufgabe. Das habe ich nämlich noch nie gemacht. Eine Druckstraße abbauen, verladen und transportieren. Alleine für den Abbau sind vier Stunden geplant. Zusammen mit An -und Abfahrt also ein Job, der wohl den ganzen Tag dauern wird.
Ich habe ja gerne solche Spazialaufgaben. Reißen sie einen doch aus der tristen Routine des Tagegeschäftes und fordern einen.
Auch sonst ist in den letzten Tagen recht viel passiert. Unser Sohn hat seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Er wird nun von meinen Kollegen zum Fachlageristen ausgebildet. Ja, ihr habt richtig gelesen: meine Kollegen! Er macht die Ausbildung in dem Betrieb wo ich auch arbeite. Alle Beteiligten haben da gemischte Gefühle, der Chef, die Kollegen und auch meine Frau. Nur Dennis und ich sind zuversichtlich das das klappt mit uns beiden in der gleichen Firma. Warum auch nicht. Erstens bin ich sowieso den ganzen Tag unterwegs und zweitens haben wir schon seit längerer Zeit ein eher freundschaftliches Verhältnis. Da rückt die Vater – Sohn Beziehung in den Hintergrund.
Die Lisa ist zwischenzeitlich 14 Jahre alt geworden und bekam von uns ihr erstes Handy feierlich überreicht. Nun ist Ruhe! Es sind nur noch leise Piepgeräusche von ihrem Handy zu hören wenn sie die 183. SMS pro Tag schreibt – scheiß Flatrate
Wenn ich sie dabei beobachte wie ihr zarter Daumen über die Tastatur huscht wird mir schwindelig.
Der Jonas bereitet sich akribisch auf unsere Wanderung vor. Wir haben nämlich den Plan ein paar Tage der Zivilisation den Rücken zu kehren und durch die Wälder zu wandern. Er packt seit Tagen seinen Rucksack, plant Routen und liest in unserem “Dangerous Book for Boys” wie Fallen gebaut und Feuer gemacht wird. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit ihm zu erklären das Feuer nicht drin ist – ist ja verboten in unserer Bananenrepublik.