Die Nerven liegen blank

Eigentlich wollte ich heute Abend noch ein Thema aufgreifen über das ich auf einem anderen Blog gelesen hab. Doch da dies für mich sehr komplex ist lass ich es lieber und verschieb es. Bin heute einfach zu niedergeschlagen wegen den Problemen auf der Arbeit.

Mein Chef hat mich vorhin gefragt wie ich mich fühle? Na ja, ich hab geheuchelt und ihm vorgespielt es sei alles ok. In Wirklichkeit nagt die momentane Situation erheblich an meinen Nerven. Ich hab echte Existenzangst. Schließlich wurden Gestern fünf Mann aus einem anderen Geschäftsbereich entlassen. Das fiel dem Chef sicher nicht leicht, man sah es ihm und seinem Sohn an.

Doch was soll es bringen jetzt auch noch Trübsal zu blasen. Ich versuche ein wenig Zuversicht und Optimismus zu verbreiten. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen und sich zu wappnen um die Wirtschaftskrise halbwegs zu überstehen. Auf jeden Fall werde ich alles in meiner Macht stehende unternehmen damit nicht auch noch unsere Abteilung unter Kostendruck gerät. Ich versuche den Spritverbrauch zu senken und die Touren optimal zu planen. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein aber mehr kann ich nicht tun.

Es ist total blöd. Komme mir ein wenig wie Don Quichotte vor….

5 Antworten zu “Die Nerven liegen blank

  1. Ich kann verstehen, wenn dir mulmig wird. Ich selbst habe das Thema schon vor ein paar Wochen durch: behalte ich meinen Job oder nicht.

    Mittlerweile weiss ich, leider nein, in drei Monaten ist Schluss mit lustig. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen und das solltest Du auch nicht tun.

    Selbst aktiv zu werden und versuchen deiner Firma zu helfen ist das Beste was Du tun kannst, selbst wenn es vielleicht nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist.

  2. @ Andrea: Danke für das Mut machen. Dir wünsche ich viel Erfolg bei der Jobsuche. Das schlimme ist ja das wir einen guten Job machen und die Kunden nicht aus Unzufriedenheit weg bleiben. Dadurch kann man überhaupt nicht reagieren.

  3. das ist wirklich ein ungutes Gefühl und ich wünsche dir viel Nervenstärke und Zusammenhalt in der Familie.

    @andrea, dir auch!

  4. Hi Luigi,
    bin das erste mal auf deinem Blog. Find ihn top! Kompliment!
    Zu der Frage deines Chefes hät ich persönlich aber eher mal die Wahrheit gesagt. Zumindest gut verpackt. Weil “Heile Welt” heucheln, wo dem aber nicht so ist, bringt überhaupt nix.
    Aus meiner Erfahrung zeigt es sich, wenn man die “Wahrheit” bzw. halt sagt wie’s ist, z.B. wenn man zuviel Arbeit hat, dann wird einem auch geholfen.
    Vlt. kann ja dein Chef und du irgendwas gemeinsam an der Situtation ändern (ich kenn die Situation nicht, also kann ich mich dazu nicht auslassen). Aber Kurzarbeit könnte helfen.
    In diesem Sinne. Kopf hoch und immer schön kommunizieren…

  5. @ Rainer: Meinem Chef fiel das Entlassen der Leute schon nicht leicht. Da wollte ich ihm meine Sorgen nicht auch noch aufhalsen. Ansonsten kommunizieren wir sehr gut miteinander und sind dabei Lösungen zu finden. Kurzarbeit kommt nicht in Frage da wir im Prinzip genug Arbeit in unserer Abteilung haben.
    Da wir aber sehr von der Automobilindustrie abhängig sind kann sich das schnell ändern. Und für den Fall suchen wir vorsichtshalber jetzt schon nach Alternativen.

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