Stürmische Zeiten mussten wir in den letzten Wochen ertragen. Regen, Sturm und Temperaturen unter 15° Celsius suchten unsere Republik heim, ließen unser Immunsystem gegen Grippeviren auf Hochtouren laufen und vergewaltigten unsere Gemüter. Nichts war mit Freibad, Eis essen in der Fußgängerzone und hübschen Mädchen in kurzen Röcken. Die Stimmung sank, Kinder nervten ihre Eltern wann denn nun endlich die Sonne scheinen würde und Gärten versanken in Schlamm und Morast.
Auch unser Garten blieb von teilweise sintflutartigen Regenfällen nicht verschont. Blüten hatten keine Chance ihre Schönheit zu entfalten, die Blätter der Topfpflanzen wurden braun und begannen zu faulen. Nur der Rasen sah seine Zeit gekommen und wuchs fast bis in den Himmel. Es legte sich ein grauer Mantel über die Welt und unsere Gemüter. Unzufrieden und demotiviert fristeten wir unser Dasein, igelten uns ein und verloren jede Hoffnung auf ein wenig Spaß an der frischen Luft.
Doch dies ist Schnee von Gestern. Als ich Heute aufstand und einen Blick aus dem Fenster wagte konnte ich meinen vom Schlaf noch trüben Augen nicht trauen. Strahlend blauer Himmel! Wohin ich auch schaute leuchtende Farben und ein Vogel sang sein Lied!
Beschwingt von diesem fantastischen Wetter eilte ich durchs Haus und verkündete die frohe Botschaft. Leider stieß dies bei den restlichen Familienmitgliedern auf völliges Unverständnis. Kissen wurden in Richtung Tür geworfen, Verwünschungen ausgesprochen, ja, unser Ältester drohte mir gar Prügel an.
Nun sitze ich hier vor meinem PC und freue mich darauf hinaus zu gehen und den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Der Rasen muss gemäht , Blumen geschnitten und Unkraut gejätet werden. Die Kinder versprachen vor ein paar Tagen zu helfen, wenn denn der Wetterbericht halten würde was er versprach. Da geht die Arbeit bestimmt schnell von der Hand geht, denn wenn wir zusammen gärtnern ist der Spaßfaktor nicht zu unterschätzen.
Nun hoffe ich das der Bann gebrochen ist und sich das schöne Wetter hält. Schließlich wartet auch noch der Vorplatz unseres Grundstücks auf mich. Es wird Zeit das ich endlich die Betontreppe gieße. Die habe ich vor drei Monaten begonnen einzuschalen, konnte aber durch das schlechte Wetter die ganze Zeit nicht weiter machen. Mittlerweile ist es schon über ein Jahr her das ich mit dem Projekt “die Mauer” angefangen habe. Letztes Jahr setzte ich die Stützmauer aus Pflanzsteinen zur Straße hin neu und nun bin ich dabei die Einfahrt zu erweitern.
Fotos über dieses Projekt befinden sich in der Galerie.
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