Nun hat die Weltwirtschaftskrise auch die Firma erreicht bei der ich arbeite. Ich glaube zwar nicht das meine Arbeitsstelle in Gefahr ist, doch es sieht wirklich nicht rosig aus. Die Aufträge gehen zurück und der Chef ist dabei sich neu auf dem verbleibenden Markt zu orientieren.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten auf diese Krise zu reagieren.
Zum einen kann ich es dem Groß der Bevölkerung gleich tun, mein Haupt senken, in Lethargie verfallen, mich ruhig verhalten und darauf warten das die Misere schnell vorbei geht. Jetzt bloß kein Risiko eingehen, im geschäftlichen wie auch privaten. Mein Kaufverhalten den Umständen anpassen und nur zögerlich Veränderungen annehmen. Ich kann mich mit zu denen stellen die nichts besseres zu tun haben als Stunden lang auf die Manager und Banker zu schimpfen die für dieses Fiasko verantwortlich sind. Die “Bosse” werdens schon irgendwann richten – und wenn nicht die dann vielleicht die Politiker. Ich kann ja nichts dafür das es mir schlecht geht und meine Kinder nichts zu essen haben.
Oder aber ich werde selbst aktiv und unterstütze meinen Chef bei der Umstrukturierung des Unternehmens indem ich mich mit Ideen einbringe und auch bereit bin andere Arbeiten als die in meinem Arbeitsvertrag definierten zu übernehmen. Ich versuche andere Kollegen zu motivieren, auch wenn es zur Zeit so aussieht als wenn wir es nicht schaffen. Ich schleiche nicht niedergeschlagen durch die Halle und verbreite Missmut weil die bösen bösen “Bosse” alles kaputt machen sondern geh mit Elan an die Arbeit.
Ich denke ich entscheide mich für die zweite Option. Ich lass mich nicht unter kriegen und nehme den Kampf auf (wieder mal…). Mit ner Flasche Bier in der Hand an der Ecke zu stehen oder auf dem Sofa zu sitzen liegt mir nicht. Ich bin meines Glückes eigener Schmied! Die Wirtschaftskrise macht die Sache zwar schwierig aber nicht unmöglich!
Und wenn jetzt einer mit dem Argument kommt das die Verantwortlichen gefälligst die Karre wieder ans Laufen bringen sollen dann kann ich nur müde lächeln.




Eine sehr lobenswerte Einstellung – Danke für Deine Mithilfe
Ich arbeite zwar nicht “wirklich” bekomme dadurch auch nicht wirklich von der ganzen Sache was mit. Ich bin als Zivi in der Diakoniestation und da ist das egal ob Wirtschaftkrise oder nicht… unsere Patienten verschwinden nicht so schnell… außer wenn sie sterben sollten…
Aber ich denke ich denke, das die Pflegedienste im Moment ein sicherer Job sind oder bedenke ich irgendwas nicht in meiner Überlegung? Sollten doch nicht davon betroffen sein… oder?
LG
Timo
@Timo
Wenn kein Geld mehr in den Kassen der Träger für Pflege ist, dann ist Dein Job auch in Gefahr. so ist das leider. Aber mach Dich nicht verrückt.
Ich schätze mal das über kurz oder lang jeder von der Krise betroffen sein wird. Der eine mehr, der andere weniger. Gerade trifft es unsere Firma mit voller Wucht, aber wir kämpfen!