Im gestrigen Artikel hab ich mich ja über meine Angst vor dem Sterben und dem Tot an sich ausgelassen. Nun schwirren mir noch jede Menge andere Gedanken im Kopp rum, die ich aber nicht so ohne weiteres in Worte fassen kann. Zu irritierend und verworren sind sie.
Im Kern beschäftigt mich zur Zeit anscheinend die Frage wer ich bin, wie ich mich selber sehe und über welche Dinge ich mein Ego definiere. Nun, wer jetzt ganz nach unten scrollt wird ein paar Stichpunkte zu meiner Person finden, die mir im Laufe der Jahre zu mir selbst eingefallen sind. Doch diese spiegeln glaube ich nur sehr oberflächlich meine Meinung zu mir selbst wider. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich, wer gibt schon gerne seine privatesten Gefühle einer breiten Masse preis. Daher habe ich auch überlegt diesen und den vorigen Artikel mit einem Passwort zu schützen. Doch das wäre Quatsch, schließlich habe ich mich zu dem Blog entschlossen um mich mitzuteilen und nicht um meine Leser durch geschützte Artikel zu verärgern.
Auch wenn ich hier mitunter private und persönliche Dinge poste und dadurch oftmals auf den ersten Blick eine gewisse Schwäche zeige denke ich doch das ich nach solch einem persönlichen Text gestärkt und vor allem mit einem klaren Kopp da stehe. Und das ist mir bei weitem wichtiger als das, was der imaginäre Leser meines Blogs nach der Lektüre meiner in Worte gefassten Gedanken über mich und meine Schwächen denkt.
Eigentlich sollte dieser Artikel über mein Selbstverständnis handeln, wie ich mich selber sehe, wie ich mich definiere und von anderen wahr genommen werde. Aber anscheinend musste ich erst mal für mich selber klären ob es in Ordnung ist solche privaten und persönlichen Details zu veröffentlichen. Es könnte ja durchaus sein das hier auch Menschen lesen die mich real kennen.
Nach dem ich dies nun geklärt habe vielleicht noch ein Gedanke – noch nicht vollständig zu Ende gedacht, noch verschwommen und abstrakt, aber ein Gedanke der mich immer wieder beschäftigt.
Kann ich von mir behaupten das ich aufrecht durchs Leben gehe? Bin ich erfolgreich in meinem Handeln und kann ich mit ruhigem Gewissen auf meine Taten zurück blicken mit der Gewissheit immer das richtige getan zu haben?
Ich weiß, das ist ziemlich starker Tobak. Nur die wenigsten glaube ich stellen sich solche die eigene Existenz anzweifelnden Fragen. Keine Ahnung warum ich das jetzt und hier mache, aber ich bin halt momentan so drauf und suche nach Antworten.
In diesem Zusammenhang interessiert mich folgendes Buch. Vielleicht finde ich ja dort Antworten. Bei der christlichen Glaubenslehre habe ich bis jetzt auf jeden Fall keine gefunden, nur Verbote und Einschränkungen.
PS: Der Titel steht in Klammern weil der Artikel ja eigentlich über was anderes handeln sollte. Mir fällt aber keine neue passendere Überschrift ein.



Der Weg zum Glück: Sinn im Leben finden: Dalai Lama, Jeffrey Hopkins, Johannes Tröndle: Bücher
Darüber darf ich für meinen Teil auch nicht anfangen zu sinnieren. Das geht voll in die Hose
Tja, dazu nur ein kurzer Gedanke: Du bist Du selbst! Da ist niemand, der Dich definiert, das muß jeder für sich selbst machen.
Für mich gilt bloß, daß ich mir abends im Spiegel in die Augen sehen kann und der Meinung bin, daß es ein guter Tag war. Und ich hoffe dabei immer, daß es auch für die Menschen um mich herum ein guter Tag war.
Joe
Erstmal finde ich sogar sehr mutig darüber zu schreiben. Solche Fragen zu stellen kann ich auch nicht als Schwäche auslegen. Freunde die man persönlich kennt haben auch meist eher Probleme damit, dass sie nicht wissen wie sie damit umgehen sollen, im direkten Kontakt ist das auch schwerer, und mit der Veröffentlichung überhaupt auch.
Meine Kumpel hat mich jedenfalls schon öfters angemeckert was ich alles veröffentliche, komischerweiße wird das was man schreibt teilweiße auch auf die Goldwage gelegt, selbst wenn man es vor 3 Monaten geschrieben hat und inzwischen ganz anders denkt. (oder denken könnte)
Ehrlich zu sein und zu sich zu stehen ist ja auch ein Teil von “aufrecht durchs leben gehen”, finde es auch sehr schön das hier lesen zu können. Soweit hast du also schonmal etwas erreicht
. Die ganze Antwort darauf muss man natürlich selbst finden und akzeptieren, solche Bücher geben dabei ja ganz gute Anstöße.
Solche Fragen hab ich mir trotz meines noch zarten Alters (grade 18 geworden) schon gestellt.
Was meine Vergangenheit angeht habe ich sicherlich nicht alles richtig gemacht, allerdings hab ich dabei jedesmal etwas gelernt, schließlich hat all das was ich erlebt habe mich zu dem gemacht was ich heute bin und eigentlich gefall ich mir doch ganz gut.
Allerdings will ich jetzt auch gar nicht zu viel über meine Selbstfindung schreiben, hilf es einem selbst doch wenig darüber von anderen zu lesen. Nur noch über das wo.
Gefunden hab ich das tatsächlich in Zeichentrickfilmen/Anime und durch langes nachdenken. Auf dem Silbertablett bekommt man das sicher nicht präsentiert aber man kann es in vielen kleinen Bereichen finden, manchmal warens ja auch nur 3 sekunden und drumherum war Kinderkram gepackt.
PS: Der Blog gefällt mir richtig gut, ich schau mal wieder rein.
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