am 14.01. schrieb ich hier eine art bewerbung. diese begann mit den worten
” so wie es aussieht werde ich ab dem 01. Mai 2011 wieder einmal Arbeit suchend sein. Ich habe keine goldenen Löffel gestohlen, auch ist mein Chef nicht unzufrieden mit meiner Leistung. Vielmehr hat einer unserer Kunden den Vertrag gekündigt und daher sieht mein Chef sich gezwungen ein paar Mann zu entlassen ”
Quelle: Wie gut das ich ein Stehaufmänneken bin – und weiter geht die wilde Reise durch die Arbeitswelt | delijo
nun, der kunde hat die absicht das personal zu übernehmen und so bekam ich letzte woche ein sehr lukratives angebot der konzerninternen spedition. wenigstens was die entlohnung angeht, denn da sind es ca. 400,- € netto mehr plus die überstunden die ich zwangsläufig machen werde, was kein problem darstellt. ich bin es gewohnt 20 bis 30 überstunden zu kloppen. nun gilt es das für und wider abzuwägen
nachteile
- probezeit von 6 monaten (versteh ich nicht, die kennen mich seit vier jahren)
- befristeter vertrag auf ein jahr (siehe oben)
- standort köln ist nicht garantiert, es kann auch passieren das ich bis jülich fahren muss, das wären dann über 60 km
- angespanntes betriebsklima
vorteile
- das geld stimmt
unklare punkte
- bezahlt der arbeitgeber die erforderlichen weiterbildungen?
- was ist mit urlaubsgeld?
- was mit weihnachtsgeld?
- in welcher höhe übernimmt er die vermögenswirksame leistungen?
- wieviel urlaub bekomme ich?
na ja, bis jetzt überwiegen die nachteile. so lukrativ ist das angebot dann doch nicht. sicher stimmt das geld, doch geld ist nicht alles. was mir besonders sauer aufstößt ist die befristung des vertrages auf ein jahr. bin in meiner beruflichen karriere schon zu oft damit auf den bauch gefallen. es wird zwar immer behauptet das eine übernahme in ein unbefristetes arbeitsverhältnis kein problem darstellt doch bis jetzt durfte ich immer nach zwei jahren gehen. da zählt es auch nichts wenn du immer fleißig und pünktlich bist. für den arbeitgeber ist es einfach günstiger sich alle zwei jahre einen neuen deppen zu suchen.
am mittwoch nächste woche gibt es ein weiteres gespräch wo ich auch den arbeitsvertrag zu gesicht bekomme. werde den mal mit nach hause nehmen und mir weitere bedenkzeit erbeten.
29. Januar 2011 um 08:06
heutzutage arbeiten leider sehr viele arbeitgeber mit befristeten verträgen. was für den arbeitgeber natürlich günstig ist, da er – wenns eventuell mit dem mitarbeiter nicht passt – ihn auch relativ schnell wieder los wird.
als arbeitnehmer sieht das ganze natürlich nicht so prickelns aus, da immer die ungewissheit mitschwingt, in einem jahr wieder ohne job dazustehen. da gilt es gut abzuwägen, aber ein risiko bleibt wohl immer. :roll:
29. Januar 2011 um 08:36
ich habe die erfahrung gemacht das es völlig egal ist ob man sich im job anstrengt, immer pünktlich ist und selten krank ist. ich durfte immer gehen wenn der vertrag auslief, auch wenn ich ein leistungsträger des unternehmens war. mit den befristeten verträgen wird man zum tagelöhner!
29. Januar 2011 um 09:06
Den befristeten Vertrag finde ich auch alles andere als lustig, da gilt es gut abzuwägen. Die Probezeit ist aber bei neuen Verträgen normal, würde ich mal meinen. Zumindest würde die mir weniger Kopfzerbrechen bereiten.
Ich drück Dir die Däumchen, dass es doch sehr positiv für Dich ausgeht ;-)
29. Januar 2011 um 12:16
Jetzt schickst ihm den Blogpost und am Montag weißt mehr :-)
Befristete Verträge sind natürlich immer etwas blöde, da man nicht weiß, wie es danach weitergeht. Das motiviert auch nicht gerade dazu, sich wer weiß wie den Allerwertesten aufzureißen. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!
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