mein Weg und mein Ziel

Als junger Mann, etwa zu der Zeit als wir unser Haus bauten, maß ich meinen Erfolg in dem erreichen von materiellem Wohlstand. Mein Bestreben bestand darin viel Geld zu verdienen um mir und meiner Frau, Kinder hatten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, jeden Wunsch zu erfüllen. Diese Wünsche waren ausnahmslos materieller Natur. Wir wollten so schnell wie möglich ein neues Schlafzimmer, drei Wochen in Urlaub fahren oder ein neueres Auto. Mit solch banalen Dingen versperrte ich mir selbst den Blick auf das wesentliche. Doch dies wusste ich da noch nicht.

Als unser erstes Kind geboren wurde änderten sich so langsam die Prioritäten. Auf einmal war es nicht mehr so wichtig wie alt das Auto war. Viel mehr rückte das Wohlbefinden unseres Kindes in den Vordergrund. Ich bemühte mich ein guter Vater zu sein, für mein Kind immer ein offenes Ohr zu haben und ihm in allen Belangen hilfreich zur Seite zu stehen. Geld, Wohlstand, materielle Werte rückten immer weiter in den Hintergrund, wurden nebensächlich.

Die Jahre zogen ins Land und mir wurde mehr und mehr klar das es völlig egal ist wie du dein Geld verdienst und was du dir alles leisten kannst. Einzig das Glück der Familie, der Kinder, der Ehefrau zählen. Und glücklich kann man auch mit wenig Geld sein, wenn man nur zusammen hält und ein sicheres Zuhause hat.

Mein Bestreben ist es meinen Kindern zu ermöglichen aufrechte, mutige und ehrliche Menschen zu werden. Dies kann man nicht mit allem Geld der Welt erreichen, sondern nur durch Vorbild, Engagement und Liebe.

Ich glaube, nein ich hoffe das meine Kinder stolz auf mich sind, in mir einen Freund sehen dem man vertrauen kann. Das ist das einzige was für mich zählt

Dies ist mein Weg!

Nun habe ich in der letzten Zeit die Beobachtung gemacht das manche Menschen mit zunehmendem Alter ein wenig “merkwürdig” werden. Sie haben lange nicht mehr so viel Verständnis für jüngere Generationen, verlieren ihre Toleranz, schimpfen auf Gott und die Welt und misstrauen fast jedem. Da kommt es dann vor das die Kinder vergessen welch tolle Eltern sie gehabt haben, damals, als sie noch klein waren. Sie beginnen schlecht über die eigenen Eltern zu denken und sind genervt von ihrem Verhalten.

Öfters habe ich schon zu meiner Frau gesagt: “So werden wir aber nicht. Ich will nicht das unsere Kinder so über uns denken!” Dann lächelt meine Frau und sie erwidert: “Kein Angst Schatz! So werden wir bestimmt nicht!”

Vor dieser Entwicklung habe ich Angst. Ich möchte bei meinen Kindern in guter Erinnerung bleiben. Mir würde es schon reichen wenn sie mit einem Lächeln im Gesicht später mal über mich sagen das ich eine coole Type war.

Dies ist mein Ziel!

4 Antworten zu “mein Weg und mein Ziel

  1. So wie Du schreibst, sind Deine Kinder bestimmt stolz auf Dich.
    Geld macht nicht glücklich, es beruhigt höchstens. Glücklich bin ich wenn mein fast 9jähriger zu mir sagt: Mama ich hab Dich lieb oder Du bist die beste Mama der Welt. Das bedeutet für mich persönlich Glück. Zu sehen wie sich meine Jungs freuen wenn wir mit ihnen z.B. einen Besuch im Freizeitpark machen und unsere ganze Freizeit mit ihnen verbringen, wenn man den Kindern vorlebt daß nichts wichtiger ist als die Familie, das kann nicht falsch sein. Daß sich Prioritäten ändern sobald sich der erste Nachwuchs anmeldet, das war bei uns auch so. Vorher waren wir viel unterwegs, auch wir legten damals Wert auf tolle teure Möbel z.B. und auch in Sachen Kleidung war es damals anders. Da hat man sich anders herausgeputzt. Heute sind mir bequeme Sachen lieber, wie Jeans und Wanderschuhe…so kommt man unbeschadet dem fast 3jährigen auch sicher hinterher ;-) Mit dem ersten Kind, da wechselt sich der ganze Tagesablauf, zuerst hat man keinen geregelten Tag mehr, Planen mit Babys je nachdem wie die sind, unmöglich. Hobbys, an Viele absolut nicht mehr zu denken. Aber das “Verzichten” auf solche Sachen, das fehlt mir absolut nicht. Das Lächeln meiner Jungs, das Funkeln in ihren Augen, das ist mehr als alles Geld auf dieser Welt… das ist Glück. Und wenn man dann noch den Partner an seiner Seite hat, den man über alles liebt, dann ist man erst richtig reich…

  2. Ja, ja, ja, aber: Ohne Moos nix los. Geld ist tatsächlich einfach elementar. Ohne Geld siehs’de nix von der Welt, ohne Geld machs’de Dir doch nur Sorgen, gut, ob mehr oder weniger, aber gänzlich ohne is’ nicht. Selbst ‘n Kindergarten, die Schule, alles kostet. Klar ist Gesundheit wichtiger, aber kurz danach, Kunst bezahlt in der Regel weder das Dach über’m Kopf noch die Heizung.

  3. Wer so einen wundervollen Artikel darüber schreiben kann, worauf es wirklich ankommt im Leben, gibt seinen Kindern bestimmt auch allen Grund, stolz auf ihn zu sein. Klar werden Phasen kommen, in denen es ständig zu Konflikten kommt, das ist ganz normal. Aber die Einstellung stimmt schon mal, viele Kinder wären froh, einen solchen Vater zu haben. Daher würde ich mir nicht allzu viele Sorgen machen, deine Kinder werden später sicher einmal zu schätzen wissen, was für einen tollen Vater sie haben.

  4. was bin ich so froh das ich mich um sowas oder generell dinge die auch nur im entferntesten mit sowa zu tuhn haben nicht kümmern muss ich glaube ich würde verzweifeln

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