Dies fragte mich und meine Kollegen Gestern unser Chef. Nicht etwa, weil wir mehr Geld gefordert hatten, bessere Arbeitsbedingungen durch setzen wollten oder gar um ein paar Tage Urlaub mehr feilschten.
Nö, weil wir alle ziemlich fertig und gereizt waren, sehnsüchtig die Uhr beobachteten mit der Hoffnung auf ein baldiges Wochenende.
Der gesamte Wortlaut seiner kleinen Rede lautete sinngemäß ungefähr so
Was erwartet ihr eigentlich? Wir sind in den letzten drei Wochen mit zwei kompletten Lägern umgezogen. Ist doch normal das wir jetzt alle etwas gereizt sind und keine Lust mehr haben. Das nun nicht alles auf Anhieb wieder rund läuft war doch ab zu sehen. Das muss sich jetzt erst einspielen. In ein paar Wochen kann man dann sehen, was noch optimiert werden muss. Nun ist Wochenende und am Montag sehen wir weiter.
Dem seine Ruhe möchte ich auch haben. Vor allem aber seinen Durchblick. Wir Fahrer und Lageristen wissen nicht mehr wo uns der Kopp steht, weil durch die Umzüge natürlich sehr viel Abreit vom eigentlichen Tagegeschäft liegen geblieben ist und unser Chef bleibt cool und proklamiert: “Eins nach dem anderen!”
Ich hatte vor Heute noch ein paar Touren zu fahren zwischen den Lägern (interner Warenverkehr). Das ist aber aus organisatorischen Gründen ins Wasser gefallen, da ich keinen Schlüssel mehr von dem neuen Lager bekommen habe. An den Blicken meines Chefs konnte ich auch ablesen das er davon nicht viel hielt. Irgendwann ist ja auch mal Schluss.
Ich denke, wir können stolz auf uns sein, dass wir die Umstrukturierung der Firmen, die wir als Logistikdienstleister betreuen, so reibungslos bewätigt haben. Das “normale” Tagesgeschäft läuft seit Montag wieder und ich glaube das wir bis zum Ende der nächsten Woche auch wieder ganz gut im Plan sind.
Nun ist Wochende und ich bastel endlich die Traumfänger für meine zwei Gewinnerinnen fertig – versprochen!




So einen Chef möchte ich auch haben. Wir machen uns im Öffentlichen Dienst zwar nicht kaputt, aber uns wird das Personal jedes Jahr aus neue gekürzt. Und wenn dann mal Arbeit liegen bleibt, machen der Meister und seine Vorgestzten nen riesen Theater daraus…
Selbst, wenn mal was besonderes ansteht, hat das Tagesgeschäft da gefälligst nicht drunter zu leiden, heißt es hinter vorgehaltener Hand…