Blogger helfen Menschen

Inspiriert von dem Artikel Ich glaube wieder an das Gute im Menschen vom Caschy pack ich all meinen Mut zusammen und berichte euch von einer Idee, die zwar noch nicht ausgereift ist, aber schon seit Monaten in meinem kleinen Köpfchen rumgeistert.

Als ich letztes Jahr in massiver Geldnot war dachte ich mir blauäugig wie ich nun mal bin, das, wenn jeder meiner regelmäßigen Leser ein bis zwei Euros spenden würde, die meisten Schulden beglichen wären und ich keine Angst mehr um meine Existenz mehr haben müsste. Dem Einzelnen würden diese zwei Euros nicht weh tun und ich könnte wieder ruhiger schlafen. Gott sei Dank überkam mich dann ein unerwarteter Geldregen, so dass ich nicht “betteln” musste.

Kurz erklärt: Es handelte sich nicht um Spielschulden oder ähnliche verwerfliche Gründe, sondern um einen Engpass, der jeden rechtschaffenen Mensch ereilen kann. In kurzer Folge gingen zwei Elektrogeräte (Herd und Waschmaschine) kaputt, eine Nachzahlung für Gas und Strom von über fünfhundert Euro flatterte ins Haus und zu allem Übel kostete die TÜV Abnahme unseres Autos knapp sechshundert Euro, da einiges repariert werden musste. Nebenbei hatte unser Sohn Kommunion, doch die war ja geplant :roll:

Na ja, auf jeden Fall geistert seitdem diese Idee in meinem Schädel rum. Was wäre denn wenn wir Blogger, die wir ja alle wunderbare Menschen sind, so eine Art Fond oder ein Netzwerk bilden würden, das es sich zur Aufgabe macht, Menschen (nicht unbedingt nur Bloggern) in Not zu helfen. Die Hilfe muss ja nicht unbedingt finanzieller Natur sein. So könnte ich mir auch sehr gut vorstellen mich mit anderen ortsnahen Bloggern zu treffen um dem in Not geratenen imaginären Nachbarn zu helfen. Bei was oder wie auch immer.

Das so etwas möglich ist weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich war mal in einem Opelclub und wir engagierten uns stark für Kinder. Wir waren kein eingetragener Verein, reagierten unbürokratisch und schnell wenn die Kinder und Jugendlichen in unserer Region Hilfe brauchten. Auf Treffen der Opelszene waren wir die Ersten, die “Kinderbelustigung” anboten, zum Beispiel Bobby Car Rennen oder Kinderschmincken. Erst belächelt, doch schnell respektiert und gern gesehen.

Leider fehlt mir zum Aufbau so eines Netzwerks das nötige technische Wissen. Auch weiß ich nicht wie das im Detail aussehen könnte. Doch vielleicht stößt meine Idee ja auf offene Ohren…

Wie siehts aus? Habt ihr Lust Gutes zu tun?

12 Antworten zu “Blogger helfen Menschen

  1. Ansich eine gute Idee. Doch leider hab ich in letzter Zeit immer wieder von solchen ähnlichen Ideen gehört. Jeder findet sie gut doch umgesetzt wird kaum eine. Das Hauptproblem daran ist wohl wirklich die Strukturbildung. Ich denke das kann man nicht so einfach “nebenher” machen und den meisten fehlt eben die Zeit. Ich schließ mich da gar nicht aus, mir fehlt für großes Engagement auch schlicht die Zeit. Ich würde aber meinem Möglichkeiten entsprechend eine solche Idee natürlich unterstützen und hoffe das sich jemand findet mit dem nötigen KnowHow und der Zeit dies wirklich sinnvoll aufzubauen. Was ich auf jedenfall (auch) einbringen könnte wäre eher technischer Natur (sollte es nötig sein). Hosting, Websitepflege (WP) etc.

  2. Ich engagiere mich seit 2005 für Mensch und Tier. Aus einer Blogparade “Blogger schreiben Weihnachtsgeschichten für Kinder in Not” mit enormer Resonanz entstand ein Hörbuch mit professionellen Sprechern und ein PrintMedium. Um Geld zu sammeln, diese Objekte zugunsten Kinder in Not zu vermarkten, kam dann leider nichts mehr nach. Praktische Hilfe blieb auch versagt. Mehr Infos findest du hier:

    Ist halt Wirtschaftskrise und schon hat “Bequemlichkeit” einen neuen Namen ;-)

  3. Also mit so einer Art Netzwerk gibts doch schon betterplace oder wie es heißt.

    Auch einige Micropayment-Dienste habe ich schon gesehen. Da baut man einen kleinen Button in sein Blog ein und kann dann schnell Spenden über diesen bekommen. Schneller als zum Beispiel bei Paypal. Doch konnte sich das nicht wirklich durchsetzen da Faktor Mensch da war.

    Viele von uns Bloggern haben es sich zur Aufgabe gemacht anderen zu helfen. Entweder wenn es um Technik geht oder um Dinge im Alltag. Wir schreiben darüber und helfen.

    Dann wäre es natürlich schön, hin und wieder ein paar Cent damit zu bekommen. Das jemand die Arbeit zu schätzen weiß. Und wir haben nun mal Arbeit dadurch. Zwar freiwillig aber Arbeit. Vor kurzem habe ich meine erste kleine Spende bekommen(2 Euronen). Ein super Betrag. So wie ich e mir gedacht hatte. :)

    Wie du “vielleicht” mitbekommen hast, habe ich einen Job in Leipzig gefunden und werde da nun da hinziehen. Habe allerdings keinen Cent über :(
    Somit wäre es schon genial wenn Leser einen kleinen Teil Unterstützung geben würden. Aber da ist halt auch viel Geiz da :(

    Wie auch immer. Die Idee finde ich genial. Nur funktioniert glaube nicht ganz so toll :)

  4. Sascha ·

    Generell ist das eine tolle Idee, die sich meiner Meinung nach sogar recht leicht umsetzen ließe. Ohne das es jemanden etwas kosten würde. Ich weiss nicht wie hoch da die Skrupel bei den anderen sind, aber ich persönlich würde hingehen und einmal die Woche eine Adsense Anzeige bei den anderen Bloggern anpeilen. Die Hälfte als Spende der Einnahmen auf ein Konto der Bloggosphäre für eben solche Zwecke wäre da glaube ich sinnvoll. So hilft sich jeder gegenseitig, wir gründen einen Fonds für schlechte Zeiten, und nutzen dafür eine Firma aus, die eh Milliarden verdient… :bad:

  5. Ich glaube das man hier auf vorhandenes zurückgreifen könnte, indem man auf http://www.betterplace.org eine Gruppe Gründet, wo man dann auch Projekte einrichten kann. Über diese konnte man dann im Blog berichten und das Spenden würde am Ende auch über diese Seite gehen. Man bräuchte also nicht viel aufbauen, sondern einfach nur schauen, wie viele Blogger denn wirklich mitmachen würden.

    Lieben Gruß
    Sven

  6. Die Idee ist geil, aber es wird wahrscheinlich wie so oft im Leben an der Umsetzung scheitern. Ich hab mir jetzt ein paar Tage gedanken gemacht, aber mein Kopf ist irgendwie so voll, da will keine passende Idee dazu entstehen, wie man es machen könnte *grübel*

    Kann aber auch sein, dass ich auf keine Idee komme, weil ich mit den Gedanken so beim Jugendevent bin, was ich zu verantworten habe.

    Die Idee ist wie gesagt Top. Wenn sich jemand findet, der es “Leitet” findet er glaube nicht nur in mir schnell einen gehilfen.

    Gruß
    Timo

  7. http://www.betterplace.org werd ich mir im neuen Jahr mal genauer ansehen.

    Ich sehe das größte Problem darin wer entscheiden soll wem geholfen wird. Muss mal weiter grübeln.

    Danke für euer Feedback! :green:

  8. Also ich bin skeptisch. Nun gehöre ich eher zu der Gruppe, die Hilfe benötigen würden (spätestens wenn ich in einem halben Jahr noch keinen Job habe) als zu denen die finanziell anderen unter die Arme greifen können. Aber ich täte mich schwer damit, von anderen Bloggern Hilfe anzunehmen. Keine Ahnung, ob das anderen Leuten anders geht.

  9. theoretisch ne gute Sache, weiß aber auch nicht genau, wie man das umsetzen könnte. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich mich melden würde, wenn es mir z.B. schlecht gehen würde.
    Wenn jeder z.B. 1 € im Monat für einen Blogger spendet, der im Netzwerk ist, und im nächsten Monat kommt der nächste im Netzwerk dran, ohne dass er betteln müßte….
    Das ist natürlich unausgegoren, aber die Idee hatte ich mal

  10. @ barbara: genauso war mein erster Gedanke auch. Irgendwann sind wir dann alle reich…

  11. Sascha ·

    Das ist ein Trugschluss. Angenommen es sind zehn Blogger die das machen, dann würdest Du 9 mal spenden bis du wieder an der Reihe mit dem empfangen wärest. Das lohnt sich nur wenn das Geld von wo anders herkommt. :green:

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