Die Stammleser unter euch werden es wissen. Unsere Kids haben uns in der Vergangenheit schon so manche schlaflose Nacht bereitet. Sie haben bis jetzt wirklich jede Dummheit gemacht, die sie als Heranwachsende begehen können. Angefangen mit harmlosen Streichen, wie zum Beispiel Klingelmännchen bei der Nachbarschaft, bis hin zu handfesten “Delikten” wie Prügeleien oder die Missachtung von Verboten. In der Schule fielen sie besonders in den Fächern “null Bock” und “wie störe ich den Unterricht effektiv und nachhaltig” auf. Es wurde einfach nie langweilig mit den Dreien.
Vor gut einem Jahr, als die Pubertät bei den zwei Großen Einzug hielt kamen wir, auch nach Anraten der Schulen, zu dem Schluss das wir der Aufgabe alleine nicht mehr gewachsen sind und holten uns professionelle Hilfe in Form einer Kinderpsychologin. Die Ärztin untersuchte unsere Kinder von Kopf bis Fuß und unterzog sie unzähligen Tests. Auch wurde unser Familienleben durchleuchtet und analysiert. In vielen Gesprächsterminen erarbeiteten wir dann individuelle Lösungen für fast alle Situationen des täglichen Miteinanders. Wir strukturierten den Tagesablauf der Familie um und schafften Freiräume für jedes Familienmitglied.
Hatten wir am Anfang dieser Familientherapie noch gemischte Gefühle und schreckten vor der Therapie zurück sind wir heute dankbar für diese Hilfe. Heute haben wir ein wesentlich besseres Verhältnis zu unseren Kindern. Gegenseitiges Vertrauen, Rücksichtnahme und Verständnis dominieren heute unser Zusammenleben. Auch wenn es hin und wieder noch Reibereien gibt klappt es jetzt wesentlich besser. Auch die schulischen Leistungen sind besser geworden.
War der Begriff Familientherapie für mich damals noch negativ besetzt hat er heute für mich einen schönen Klang. Ohne die professionelle Hilfe weiß ich nicht ob es unsere kleine Gemeinschaft in dieser Zusammensetzung noch geben würde.
Ich kann allen Eltern, die sich mit der Erziehung überfordert fühlen oder die den Draht zu den Kids verloren haben nur empfehlen sich einem Profi anzuvertrauen. Wir haben diesen Schritt nicht bereut!




Wir auch nicht!
Der Begriff “Therapie” hat leider tatsächlich noch immer etwas Negatives an sich haften. Wer den Mut findet, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, der gewinnt immer. Schön zu lesen, dass das Ergebnis spürbar ist. Ausdauer und ein fester Willen, die Situation gemeinsam zu meistern lohnen sich!
Ich wünsche weiterhin alles Gute!
LG Isabella.
Schön über so ein Thema etwas positives zu lesen, meist redet ja niemand drüber
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