Web 2.0 überbewertet

web-2-0-dienste Es ist wirklich erstaunlich. In den letzten Wochen bin ich zu dem Ergebnis gekommen das ich mit der Informationsflut des Web 2.0 mit all seinen social Bookmark Diensten und den social Networks total überfordert bin.

Nun lese ich auf vielen anderen Blogs Artikel über dieses Thema. Das diese Dienste total überbewertet werden, das die im Prinzip kein Mensch braucht.

Wozu auch? Als Blogbetreiber hat man doch seine eigene Plattform um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Dafür bieten wir Blogger dem interessierten Leser doch unter jedem Artikel die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben, eine Diskussion zu beginnen oder an ihr teil zu nehmen. Warum also auf Facebook, Technorati, meinVZ, delicious oder was weiß ich wo noch einen Account betreiben und da wohl möglich auch noch die Internetgemeinde mit den Gedanken zu konfrontieren, die einen beschäftigen.

Nun schmunzelt der versierte Web 2.0 Jünger, weil ich Network Dienste mit Bookmark Diensten durcheinander geschmissen habe. Dies tat ich absichtlich um zu zeigen wie schwierig es ist bei dem unüberschaubaren Angebot an Web 2.0 Diensten die Übersicht zu behalten. Zumal es ja auch Dienste gibt die beides miteinander vereinen, wie Technorati zum Beispiel.

Klar bin ich auch bei den genannten Portalen Mitglied, habe persönliche Profile erstellt, bin diversen Gruppen beigetreten. Aber nur um meinen eigenen Blog ein wenig bekannter zu machen, nicht etwa um dort aktiv zu schreiben, zu zeigen, zu veröffentlichen.

Auf Facebook zum Beispiel werde ich eigentlich nur dann aktiv, wenn jemand meinen aktuellen Status kommentiert – aus Höflichkeit, nicht um mich aktiv in diese Community einzubringen.

Das einzige Portal, das wirklich einen Mehrwert für mich bedeutet ist Wikio, und das nur weil dort die Aktion “Technorati ist tot, lange lebe Wikio” vom Matthias beheimatet ist. Durch diese Aktion komme ich immer wieder mit mir unbekannten Blogs in Berührung und habe selber auch schon den ein oder anderen neuen Leser hier begrüßen können.

Alle anderen haben bis jetzt nur meine Zeit gestohlen.

Ne, nicht ganz richtig. Auf Twitter schreibe ich auch ab und zu. Doch das nur weil ein paar der anderen Twitterianer mir bekannte Blogger sind und Twitter dadurch ein prima Medium ist um mich mit diesen auszutauschen.

Ich glaube das noch nie jemand einen der Buttons unter meinen Artikeln angeklickt hat um meine Seite bzw. den Artikel bei irgendeinem dieser Dienste zu speichern. Wenn mein Blog das Interesse weckt wandert er wahrscheinlich in irgendeinen Feed Reader, oder ich gewinne bei Twitter einen neuen Follower.

Ergo ist es nur wichtig den Button für den RSS-Feed gut sichtbar auf der Seite zu platzieren. Direkt daneben sollte vielleicht noch ein Button zum Profil bei Twitter zu sehen sein. So wie bei mir oben rechts oder auch wie bei zig anderen Blogs.

Die Buttons unter den Artikeln werde ich nachdem ich diesen Artikel hier veröffentlicht habe raus schmeißen. Die braucht kein Mensch, auch wenn sie dem Blog vielleicht einen Hauch von Professionalität einhauchen und dem Besucher suggerieren das der Blog in irgendeiner Weise wichtig sei.

Ja Freunde, so ist das.

(Grafiken aus dem Iconset Aquaticus von jwloh )

5 Antworten zu “Web 2.0 überbewertet

  1. Stimmt, ich hab noch nie so einen Button bedient.
    Und ich wollte von Anfang an den Überblick behalten. Kein Facebook, nix weiter außer Twitter (dadurch bin ich jetzt schon hier, der Feed braucht sicher noch….)
    Das ganze Ranking usw. geht mir auf den Zünder, aber ist sicher auch etwas anderes, wenn man sein Geld mit seinem/n Blog/s verdient.
    Und solche Aktionen wie Wikio-Freunde sind prima, dafür erstellt man ja auch kein weiteres Profil…
    Ich freue mich, wenn meine Artikel gelesen werden und der eine oder andere mal kommentiert.

  2. So wenig wie nötig – oder wie war das noch ;-)

    Ja es stimmt. Wir sind Blogger und keine Vögelein – Punkt

  3. Siehst du, und ich suche in letzter Zeit immer häufiger nach einem Knopf um einen Artikel bei Facebook zu veröffentlichen. Gerade wenn ich ihn interessant finde und ihn anderen zeigen möchte ;)
    In dem Moment ist mir egal ob das jemand anderes interessieren könnte oder nicht. Ich finds interessant und fertig.

    Wenn man für sich selbst einen Nutzen in einem dieser Portale sieht und es richtig macht ist es nichtmal so verkehrt, hatte ich ja bei mir auch schon geschrieben. Aber ich verstehe auch wenn jemand sagt dass er das nicht braucht. Wenn du nix vermisst und auch gar nicht die Zeit hast ist es doch okay.
    Aber ich denke nicht dass die Knöpfchen zum vernetzten unbedingt was mit “Professionalität” zu tun haben. Es ist eine Sache, die dem Leser nutzt – eben um den Artikel auch anderen zu zeigen ;)

    Ich wünsch dir eine gute Nacht und einen schönen Sonntag :)

  4. Überbewertet oder überfordert?
    Mit diesem 2.0 Ding kann viel gehen, es muss aber nichts. Man kann schnell an Infos kommen, kann viel Kontakt aufbauen, kann sich mit einbinden… man muss aber alles ruhig angehen.
    Mit den Buttons hast du bestimmt recht, RSS ist für einen Blog das wichtigste.
    Facebook finde ich persönlich ganz nett, weil ich dort auch einige Nicht-Web-aktive Freunde habe, die ich nur auf dieser Plattform online sehe.
    Das nun dort auch einige Blogger dazukommen, ist ein netter Nebeneffekt :-)

  5. Bin ja auch erst vor Kurzem auf den Zug aufgesprungen, betrieb bisher auch einfach nur mein Blog. Nun werde ich es eine Zeit beobachten und wenn sich herausstellt, dass es nichts bringt, verschwinden die bunten Knöpfchen und meine Profile in diversen Plattformen auch ganz schnell wieder. :green:

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert. Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Mit dem Absenden eines Kommentars erklärst du dich mit meinen Datenschutzbestimmungen einverstanden. Bitte beachte auch das Regelwerk - CoC für Blogger. Wie dein Profilbild bei deinen Kommentaren angezeigt wird erkläre ich in dem Artikel Wie geht das - Avatar bei Kommentaren?.