Ich bin euch ja noch einen Artikel schuldig über den Fehler, den ich bei meinem Blog gemacht habe und leider bestimmt auch irgendwann wieder begehen werde. Es liegt nun mal in meiner Natur.
Doch bevor ich verrate woraus dieser besteht sollte ich vielleicht erst mal klären was dieser Blog eigentlich für mich bedeutet.
Er ist mein Hobby! Entstanden aus der Neugier wie eine Website funktioniert und was die Blogosphäre ist entwickelte sich die Lust meine Gedanken nieder zu schreiben, mich einer mehr oder weniger anonymen Gemeinschaft zu offenbaren, der Selbstdarstellung zu fröhnen, mitunter Stellung zu beziehen und zu polarisieren. Ein Satz aus dem Film “Independence Day” schwirrt mir oft im Kopp herum wenn ich über Themen schreibe die mich beschäftigen
Wir wollen nicht schweigend in der Nacht unter gehen!
Verrückt – oder?
Mit der Zeit kristallisierten sich zwei Punkte für mich heraus, die mir beim betreiben meines Hobbies wichtig sind:
- Das Schreiben an sich – ohne Rücksicht auf Verluste, über alles und jeden das mich beschäftigt, aufregt, betrifft, das ich gut, schlecht, zweifelhaft, merkwürdig, lustig, traurig oder einfach wichtig finde.
- Die Diskussion mit den wunderbaren Menschen die hier lesen – die mich motivieren, hinterfragen, anregen, aufregen, beruhigen, die mich beachten, verstehen, wach rütteln oder mich und meinen Blog einfach so nehmen wie wir sind – hoffnungslos beseelt von dem Gedanken das alles gut wird.
Nun komme ich zu meinem Fehler. Es ist ganz einfach. Ich habe diese zwei Punkte aus den Augen verloren. Meinen Fokus verlagert. Irgendwann fing ich an auf die Jagd zu gehen. Auf die Jagd nach Aktionen, Vernetzungen, technischen Möglichkeiten, Themengebieten die meinen Blog bekannter machen. Nicht mehr ich und meine kleine Welt, mein Weltbild, mein Grundrauschen im Kopp standen im Mittelpunkt, sondern die Befriedigung der breiten Masse, die Bedienung des Mainstreams ließen mich abdrehen. Ich war überfordert mit der Informationsflut.
Nun habe ich das erkannt – Gott sei Dank – und ich habe die Konsequenz gezogen. Ich habe meinen Blog “zurück gebaut”. Das Design ist wieder spartanisch, aufgeräumt und wie ich hoffe übersichtlich. In der Sitebar gibt es nur noch die Suche, die aktuellen Kommentare (extrem wichtig für mich), einen Auszug der Blogs die ich lese, ein Archiv und ein wenig Werbung am Ende. Mehr brauche ich nicht.
Das einzige Element, das überlebt hat ist die Aktion der Wikiofreunde. Sie bringt mir wirklich Mehrwert und darum findet ihr den Button zu meiner Seite oben rechts. Alles andere flog raus und wird auch nicht wieder kommen – hoffentlich.
Jetzt fühle ich mich gut und bin wieder voller Tatendrang euch, liebe Leser (oder seit ihr wunderbare Menschen?), mit meinem Wahnsinn zu behelligen! Enden soll dieser Artikel mit einem Satz von vorhin, als ich mit einem guten wenn auch eigentlich unbekannten Freund gechattet habe.
Fluch oder Segen – dumme Menschen haben es oftmals leichter, so denke ich in meinem Wahn und verfluche die Vielschichtigkeit meines Seins.

Ich würde es jetzt nicht unbedingt Fehler nennen, sondern vielleicht Lernschritte oder ähnliches. Ein Fehler war es in meinen Augen nicht, man probiert aus, macht dieses und jenes und stellt dann irgendwann fest, das ist es was mir gefällt, das andere wiederum nicht. Ich denke diese Schritte vollziehen wir alle irgendwann und irgendwie und schließlich ist ein Blog auch ein Blog, weil er mit uns und durch uns lebt. Wichtig ist dass Du das tust was Dir gefällt und Spaß daran hast
Hi Luigi,
wenn ich wieder was neues hingebastelt bekommen habe. Versuche es auch, für mein Publikum bedienerfreundlich und übersichtlich zu gestalten…naja…
deine Einstellung gefällt mir!
Ich schreibe auch nur aus Spass an der Freude (natürlich sind die Kommentare und sich die daraus ergebenden “Gespräche” der schönste Lohn). Aber ich beweihräuchere mich selbst bewundernd
SEO, Tags und Ranking sind Worte, die ich schon mal aufgeschnappt habe, aber ich denke immer, dass ist nur etwas für Leute, die Geld (und wenn vielleicht auch nur im übertragenen Sinne) damit verdienen.
Ich hoffe, ich lasse mich da nicht vom Kurs abbringen, was meine Einstellung dazu betrifft. Vor allem will ich nicht, dass ich mir den Kopf zermartern muss “was blogge ich morgen?”. Dann macht es ja keinen Spass mehr, wenn mir selbst nichts einfällt, schwirre ich eben ausgiebiger durch meine Lieblingsblogs, gucke links und rechts und lerne neue kennen…. und hinterlasse einen lieben Gruss
ein Fehler ist es sicherlich nicht, einfach eine Erkenntnis und als du geschrieben hast….
‘..mit den wunderbaren Menschen die hier lesen….wußte ich, DU bist wieder da!
Warum Fehler?? Das war halt mal eine andere Seite von dir. Aber sicher nicht uninteressant. Ich denke mal, jeder soll so bloggen, dass es ihm Spass macht und wenn du dich damit nicht mehr wohl gefühlt hast dann ist das oki, dass du den “überflüssigen Ballast” rausgeschmissen hast.
Am schönsten ist es immer noch, wenn die Blogger sich selber treu bleiben und in der Person ident
Liebe Grüsse und alles Gute
Nila
Ich habs vor einigen Monat genauso gemacht. Ich habe meinen Fokus wieder aus “Private” verlagert und für das Technik-Zeug einfach einen weiteren Blog eröffnet. Es ist ein wenig mehr Arbeitsaufwand aber so werde ich alles los was ich loswerden will