ausgebrannt

Muss mir mal schnell was von der Seele schreiben. Ich weiß nicht was los ist die letzte Zeit. Fühle mich körperlich und seelisch irgendwie am Ende. Meine Muskeln schmerzen, die Knochen knacken, die Verdauung und auch der Kreislauf spielen immer mal wieder verrückt. Dazu kommt das ich zu nichts mehr Lust habe. Informationen prasseln auf mich ein, von jeder nur erdenklichen Seite werde ich zugetextet. Auf der Arbeit bin ich einer der Leistungsträger. Ein kurzes Verschnaufen wird nicht tolleriert. Zu Hause hören die Sorgen nicht auf was unsere Kids betrifft. Reparaturen und Renovierungsarbeiten werden von mir nur noch auf die lange Bank geschoben. Alle wollen was von mir, meine Hilfe, meinen Ratschlag, mein Wissen, mein Geld, meinen Zuspruch, meine Motivation, meine Gefühle, meine Kraft. Jeder erwartet von mir nicht schwach zu sein. Immer bin ich für jeden der Fels in der Brandung, das Allround-Talent, das für alles eine Lösung parat hat. Der immer da ist wenn man ihn braucht. Der versteht, anpackt, motiviert, erklärt, regelt.

Ich brauch ´ne Pause!


24 Antworten auf ausgebrannt
  1. Chineast   )
    sagt:

    Hallo Luigi.

    Das sind klassische Stress-Symptome. Du versuchst es allen recht zu machen, nur nicht dir selbst. Ich kenn das. Ich denke auch staendig, ich waere krank, habe Magenprobleme, steifen Nacken, etc. Hatte letztes Jahr sogar einen Hoersturz.

    Der Arzt hat mich dann nach meinem Lebenswandel gefragt und mir dann tief in die Augen geschaut…

    Du hast es ganz richtig erkannt: Du brauchst ne Pause!! Sei also mal egoistisch und goenn dir diese Pause auch!

    Gute Erholung!!

  2. Joachim sagt:

    Hmm…das Gefühl kenne ich teilweise auch. Der Leistungsdruck auf dem Arbeitsmarkt ist enorm hoch geworden.

    Wenn es dir momentan nicht so gut geht und du ausgelaugt bist, dann mache doch einfach eine Blog Pause. Konzentriere dich auf deine Familie und deine Arbeit. Der Blog läuft nicht weg! Und ich bin mir sicher, jeder von uns versteht und akzeptiert deinen Entschluss.

    Ich wünsche dir alles Gute!

  3. Fischkopp   )
    sagt:

    Das mit der Pause solltest Du sehr Ernst nehmen, denn wenn der Zustand länger anhält, könnte es Dir wie mir vor 5 Jahren gehen und ratz fatz hast Du das “Burn Out” Syndrom. Die Symptome sind spiegelbildlich zu meinen.
    Alles Gute…

  4. Michaela   )
    sagt:

    Das hört sich schwer nach einem Burnout Syndrom an. Leistungsdruck, Probleme, die dunkle Jahreszeit… Es ist einfach alles zu viel. Gute Gründe mal ein paar Gänge zurück zu schalten. Langfristig ist es notwendig, bisherige Gewohnheiten zu ändern. Beruflicher Alltag und Entspannung müssen in Balance gelangen. Man muss lernen auch mal NEIN zu sagen. Deine Gesundheit geht vor. Warst Du mal beim Arzt?

    Ich wünsche Dir viel Entspannung und denk daran: “nach dem tiefsten Wolkenbruch kommt immer Sonnenschein.

    Liebe Grüße,
    Michaela

  5. Sven   )
    sagt:

    Mach eine Pause, denn wenn du erst mal das Burn-Out Syndrom hast, hast du ein riesiges Problem und fällst viel länger aus, also wenn du jetzt mal eine kurze Pause einlegst.

  6. barbara   )
    sagt:

    pass auf dich auf Luigi; dein Körper zeigt dir gerade, was Sache ist. Es reicht ja schon, dass du auf der Arbeit Leistung zeigen mußt.
    Wie Michaela schon schrieb: sag NEIN zu Dingen, die du nicht willst…
    Leicht gesagt, aber versuch es.

    ‘Umärmelung’

  7. Markus   )
    sagt:

    Ohje hört sich nicht gut an. Ich kenn das selber auch, vorallem im Winter geht es mir teilweise so ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Ein wirkliches Mittel dagegen kann ich da auch gar nicht sagen außer was die anderen auch schon sagten. Kurier Dich aus, sag Nein und schau einfach mal ein wenig nach Dir. Gute Besserung.

  8. Kaddi sagt:

    Ganz klar, lerne nein zu sagen! Du wirst sonst an Punkte kommen, an denen Du Dich selbst nicht mehr erkennst-Du stehst dann neben Deinem Leben und bist nur noch Beobachter-emotionslos (was dann alles kommen kann, haben wir in der letzten Woche erlebt). Das hilft niemandem!

    Lerne Aufgaben zu delegieren. Seit dem ich mir ab und zu ein gepflegtes Nein gönne, bin ich zwar auf der Beliebtheitsskala gesunken, aber merke: Man hat immer die Wahl! Und das meine ich so. LG Kaddi

  9. Lutz Balschuweit   )
    sagt:

    Ganz klar einen Termin beim Onkel Doc machen. Das wird ohne Hilfe nur schlimmer.

  10. Luigi   )
    sagt:

    Ihr Lieben!

    Wir sind eine kleine Firma mit zwei Fahrern. Einer davon bin ich. Wenn ich mir ´ne Pause auf der Arbeit gönne…. – wie soll das gehen?

    Aber ich werde den Blog hier erst mal schließen. So schwer mir dieser Schritt auch fällt. Handel jetzt nur noch die letzten Aufträge von trigami ab, dann ist vorläufig Schluss.

    Ich muss meine Mitte wieder finden!

  11. Mac_BetH   )
    sagt:

    Hallo Luigi,

    heute morgen als ich beim Arzt saß, mußte ich schmunzeln, als ich das gelesen habe! Nicht dass ich dir dieses Gefühl irgendwie gönne, aber genau aus dem selben Grund sass ich dort! Ich bin nämlich krank, schleppe, dass jetzt seit gut 2 Wochen mit mir rum und jetzt muss ich Antibiotika schlucken.

    Mein Arzt hat nur gelächelt, als er mich sah! “Heute sehen sie aber besonders scheiße aus!” (Mein Arzt und ich habe ein wirklich tolles Verhältnis, aber für sowas könnte ich ihm manchmal auf die FR… schagen!)

    Also Antibiotika und warum das Ganze, weil ich nicht in der Lage war mich mal Zuhause hinzusetzen und auszukurieren. Besonders schlimm ist, dass ich nächste Woche Urlaub habe und aus diesem Grund dann jetzt wohl auskurieren angesagt ist, anstatt was zu unternehmen! Klasse!

    Und das alles, weil mir das Wort “Nein” nicht über die Lippen kommen möchte!

    Du mußt das wohl auch noch lernen! Nimm dir Zeit für dich, denn wenn du nicht auf dich achtest, wer sollte es sonst tun?

    Gruß

    Matthias

  12. Mac_BetH   )
    sagt:

    Hallo Luigi,

    tolle Entscheidung! Echt!

    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und hoffe, dass du deine Mitte finden wirst!

    “Ein Weg von 1000 KM beginnt mit dem ersten Schritt!”

    Gruß

    Matthias

  13. Tapedeck   )
    sagt:

    Mach ganz ruhig, ein Burn-Out würde dich nur noch mehr aus der Bahn werfen. Gönn dir ne Pause :)

  14. Marc   )
    sagt:

    Ich weiss – dummerweise – zu gut, was du da so beschreibst…
    Irgendwie muss bei total vielen (mich eingeschlossen), die ich so kenne, eine Pause ganz dringend her.
    Alles gute!!

  15. hombertho   )
    sagt:

    Hört sich wirklich übel an und die einzige Konsequenz daraus => Mach mal eine Pause. Einfacher gesagt als getan. Vor allem wenn du schreibst, dass ihr in der Firma nur 2 Fahrer seid. Aber versuche einen Gang runter zu schalten. Wünsche dir gute Besserung

  16. Martin   )
    sagt:

    Luigi, mach’, was die anderen sagen. Das Burn-out-Syndrom wird in den meisten Fällen erst behandelt, wenn’s zu spät ist. Aber wenn’s rechtzeitig ist, kann man wesentlich schneller wieder einen prima Gesundheitszustand erlangen. Wenn Du zu spät zum Doc gehst, dauert es oft ewig, bis Du wieder geistig und körperlich fit bist. Die Alternative ist, irgendwann stumpf in der Ecke zu sitzen und nichts geht mehr. Klingt krass, ist aber so…

    Alles Gute Dir!

  17. Miki sagt:

    Naja, so Doc- gläubig bin ich nicht… kenn da bloß als Maßnahme krankschreiben und Pillen…
    Lass alles Unwichtige liegen, bitte auch mal um Hilfe oder sage laut und vernehmlich “nein”. Und gönn dir (und deinem Körper) mal was. Ein schönes WE mal ganz woanders, ohne dass jemand mit seinen Wünschen auf dich Zugriff hat? Sei einfach mal faul und erlaube dir das auch!
    Liebe Grüße!

  18. Jette sagt:

    Hallo Luigi,

    meine Vorredner haben recht. Du mutest dir zu viel zu. Vielleicht solltest du wirklich mal lernen Prioritäten zu setzen. Alles auf einmal geht nicht und wer sich soviel zumutet wie du in den letzten Wochen braucht sich nicht zu wundern. Auch wenn dein Arneitgeber nicht der grösste ist, meinst du nicht er hätte Verständniss für deine Situation? Die eigentlich Frage ist doch, worauf konzentrierst du deine Energie. Auf die wirklich wichtigen Dinge oder werden Kleinigkeiten so gross, dass darauf zu viel Energie verschwendet wird. Teilen kann sich niemand und es jedem recht machen erst recht nicht. Deine Mitte hast du doch schon gefunden nur vergessen.!!!

    LG

    Jette

  19. Luigi   )
    sagt:

    Ok, dann will ich mich doch noch mal zu Wort melden. Seit ich den Artikel geschrieben habe gehts mir schon besser. Erstens bauen eure Kommentare auf und zweitens hab ich die Tage wirklich nur Mails abgerufen, ein wenig gesurft und gut ist. Dafür hab ich die gewonnene Zeit im Garten verbracht. Das mach ich Morgen auch wieder.

    Die Arbeit ist gar nicht das Exreme, auch nicht die Familie. Das ganze drum herum in den letzten Wochen war wohl zu viel.

    Nichts desto trotz werde ich was meinen Blog angeht kürzer treten. Ich werde ihn nicht aufgeben, aber mich auf Wesentliches konzentrieren. Denn mein Blog bedeutet Entspannung für mich, ist ja mein Hobby. In den nächsten Tagen bau ich ihn zurück. Wenn ihrs seht wißt ihr was ich meine :wink:

    Klar hat mein Arbeitgeber Verständnis für mich, das ist mir schon klar, sonst hät der mir schon längst aufs Köpfchen gehauen. Und das ich meine Mitte vergessen hab trifft den Nagel auf den Kopp.

    Na ja, ich danke euch!

  20. ap   )
    sagt:

    Ich kann deine Verfassung sehr gut nachvollziehen. Meine körperliche und seelische Verfassung ist im Moment auch alles andere als gut. Ich wünsche dir die Fähigkeit, die Ruhe zu finden (was ja allein schon nicht so einfach ist) und dich dann von deinem Tief zu erholen. Das sagt sich so einfach. Ich denke, viele Leute wissen, wie schwer das ist.

  21. Miki sagt:

    In letzter Zeit dachte ich auch, ich bin “depressiv verstimmt”. Ich bin mit dem Ausdruck “Depression” und “depressiv” aber eher vorsichtig, weil es oft missbräuchlich verwendet wird.
    Jedenfalls hatte ich zu nichts Lust, keinen Antrieb, mich am Wochenende nicht mal angezogen (sieht keiner, lebe allein). Freundinnen haben sich schon länger die Zähne an mir ausgebissen, wenn sie mal was mit mir unternehmen wollten. Es wurde immer weniger, was ich schaffte, ich spürte körperliche Grenzen, selbst “Wäsche aufhängen” oder andere simple Sachen musste ich mir “vornehmen” um sie dann auch zu machen. Schlafen wäre Tag und Nacht möglich, die Gedanken eher düster… oder sagen wir gedämpft. Antriebslos. Manchmal dachte ich früh noch beim Aufstehen “heute mach ich das und das” und dann wurde gar nichts. Ich dachte, das ist eine depressive Verstimmung. Bis… ich von meinem Blutbild erfahren hab. Meine Doktorin sagte “wie lebt es sich denn so ohne Blut?”. Wirklich ;-) . Sie schätzt auch meine Art von Humor :-). Naja, praktisch keine Eisen, viieel zu wenig HB, alles andere natürlich im Verhältnis total verrutscht. Termin beim Hämatologen in 1 1/2 Wochen. Wünscht mir Glück!
    “Was nicht tötet härtet ab!”

  22. Pingback: Selbsterkenntnis - persönlich, gesundheit | DELIJO

  23. Nila   )
    sagt:

    Ohh ja. Ich kenne das auch nur zu gut. Wir alle sind Menschen und keine Maschinen. Manchmal zeigt einem halt der Körper, dass es nun mal Zeit ist, eine Pause einzulegen.
    Pass auf dich auf *umärmel*
    Liebe Grüsse
    Nila

  24. Tia sagt:

    Ich werde mich nicht mit dem gleichen Tipp wie die meisten Vorredner anschließen, ich wünsche dir einfach, dass du es schaffst, dir diese Pause zu nehmen…

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Meta

publiziert am 18. 11. 2009
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