einen Gang runter schalten

Es ist vollbracht! Nach ca. zehn Wochen harter Arbeit sind Gestern die Schwester meiner Frau nebst Mann und drei Kindern in ihr neues Haus eingezogen! Dieser letzte Tag des Abenteuers “Hilfe bei der Renovierung eines Hauses Baujahr 1955, wo die Vorbesitzer nur Mist gebaut haben!” war mit Abstand der schlimmste. Zwar kamen drei Umzug-Profis mit Lkw, doch da noch eine Decke mit Holzpaneelen verkleidet, die Küche tapeziert und fast alle Schalter und Steckdosen noch eingebaut werden mussten war der Tag Stress pur.

Die Küche tapezierte die Mutter meines Schwagers, die auch die letzten drei Wochen jeden Tag auf dem Bau war. Um die Elektrik kümmerte sich ein anderer Schwager zusammen mit dem Vater meines Schwagers und die Holzdecke war mein Part. Zwischen durch mussten wir dann noch den Profis bei ein paar Möbelstücken helfen, die nicht durchs Treppenhaus passten sondern nur durchs Fenster im zweiten Stock den Weg nach draußen fanden.

Ja, und da ist es dann passiert. Mein Kreislauf machte schlapp, mir wurde kurz schwarz vor Augen und nur die Ladekante des Lkw verhinderte den Bodenkontakt meines Gesichts. Mir wurde ganz komisch, ein Gefühl als wenn mein Kopp anschwellen würde überkam mich, mein Gesicht wurde irgendwie ganz heiß und mein Blickfeld verengte sich. Gott sei Dank wussten die Profis der Umzugsfirma was zu tun war. Es wurde mir ein Liter Cola eingeflösst, mehrere Frikadellen fanden den Weg in meinen Magen und eine Zwangspause von einer Stunde verordnete mir meine Schwägerin.

Danach hab ich dann “nur” noch die Holzdecke fertig eingebaut und kleine Handreichungen gemacht. Jetzt geht es wieder besser. Nachher fahren wir wieder hin, aber nicht um zu arbeiten sondern um dem Webergrill auf der Terrasse zu huldigen. Das war nämlich in all den Wochen unsere Motivation. Das am 1. November der Webergrill auf der Terrasse steht und ein mindestens 1000 Gramm schweres Steak auf mich wartet.

Es fällt mir schwer hier zu vermitteln wie diese Renovierung an den Kräften gezerrt hat. Mein Schwager und ich haben immer nach bzw. vor unserer normalen Arbeit an dem Haus gearbeitet, oft bis spät in die Nacht hinein. Nur soviel sei gesagt: Als Gestern das erste Möbelstück ins Haus getragen wurde hatte ich Tränen in den Augen.

Fotos kommen noch…!

2 Antworten zu “einen Gang runter schalten

  1. dann hoffe ich für dich, dass du einen ganz schönen ruhigen Sonntag hast und die Füße hochlegen kannst.

    Ich finde es aber sehr schön, dass ihr innerhalb der Familie zusammenhaltet und gemeinsam anpackt.

  2. Pingback: Fotos von der Baustelle - arbeit, helfen, foto, familie, renovieren, bauen, ständerwerk, dämmen, tapezieren, trockenbau | DELIJO

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