Der hats geschafft

Wer hats geschafft?

Der Top-Manager, der auf ein arbeitsreiches Leben zurück schaut. Die Karriereleiter erklommen hat, mit dem Ziel Macht und Geld sein Eigen nennen zu können. Dessen Freunde irgendwann auf der Strecke blieben. Der am ersten Schultag seiner Kinder nicht dabei war, weil ein dringendes Meeting seine Anwesenheit erforderte. Dessen Frau ein Verhältnis hat und an der Flasche hängt, da ihr Mann sie nicht beachtet.

Oder der Arbeiter, an dessen erster Stelle immer seine Familie stand. Deren Kinder und Enkel gerne zu Besuch kommen, weil sie wissen das sich Papa / Opa für sie interessiert. Der zwar keine Nobelkarosse fährt, dafür aber einen liebevoll gepflegten Garten bewirtschaftet, in dem er viel Spaß mit seiner Frau hat. Der seiner Frau auch noch nach 40 Jahren jeden Wunsch von den Lippen abliest und diesen auch erfüllt.

Wer von den beiden wird in besserer Erinnerung bleiben?

Der Top-Manager, der vielleicht sogar mal in der Zeitung war, der Macht über Menschen hatte, der sich alles leisten konnte, der um seine Ziele zu erreichen andere Menschen mißbrauchte und ausbeutete?

Oder der Arbeiter, der stets das Wohl seiner Familie im Auge hatte, der immer für andere da war, dem ideelle Werte wie Loyalität, Treue und Freundschaft stets wichtiger waren als ein prall gefülltes Bankkonto?

9 Antworten zu “Der hats geschafft

  1. In Erinnerung werden beide wohl bleiben. Aber es werden auch beide nichts mehr davon haben wenn sie tot sind ;-)

    Einen wundervollen Tag wünscht Euch der

    Lutz

  2. @ Lutz: Schon klar das die beiden nichts mehr davon haben wenn sie tot in der Kiste liegen. Dennoch liegt einem doch schon irgend etwas daran, was die Menschen über einen sagen werden – oder nicht?

  3. Also mir und auch Anja ist es vollkommen egal was Andere über uns denken. Jetzt oder auch wenn wir in der Kiste liegen.

  4. Was “fremde” Leute über mich denken interessiert mich auch nicht sonderlich. Wo es mir drum geht ist das ich bei meinen Kids und bei guten Freunden in guter Erinnerung bleibe.

  5. Für diese kurzen Antorten könnt ich dich ja manchmal….. – aber ich schätze du bist zu schnell für mich :cry:

  6. Also auch wenn ich den Gedanken, der dahintersteht, teilen kann; das ist mir trotzdem zu klischeebeladen.

    Ich habe auch schon eine Menge Arbeiter kennengelernt, die absolut hohl in der Birne waren und sich schon mittags das erste Bier reinzogen und diverse Manager, die sich wirklich um alles und jeden den Kopf zerbrochen haben. Mein letzter Chef hat beispielsweise seinen eigenen Hals riskiert bei dem Versuch mir meinen Job zu retten.

    Ich verstehe was Du sagen willst, ich bin selbst der Meinung im Leben gibt es eine Menge Sachen die wichtiger sind als Karriere oder Geld, aber ich mag irgendwie dieses Schubladendenken nicht.

  7. @ Andrea: Habe den Artikel extra so überspitzt geschrieben. Auch ich mag diese Schubladen nicht, denn auch ich kenne Proletarier die den Schuß nicht gehört haben genau so wie Manager mit sozialem Engagement.
    Manchmal versuch ich halt zu provozieren ;)

  8. Du forderst ja geradezu die Sympathie zum “Arbeiter-Opa” heraus. Ich denke, so empfindet jeder halbwegs sozial denkende Mensch – und ich hoffe, dass ist noch die Mehrheit unserer Gesellschaft.
    Die eigentlich kritische Fragestellung hinter Deinem Artikel ist doch aber: warum denkt der Arbeiter-Opa Zeit seines Lebens, dass es dem Manager besser geht als ihm selbst? Und warum schaut der (von Dir überspitzt selbstsüchtige) Manager herablassend auf den Arbeiter-Opa und dessen vermeintlichen beruflichen Nichterfolg? Weil sie verschiedene Prioritäten setzen – und danach ihren Erfolg bemessen.
    Ich persönlich halte es bei dieser Frage mit Friedrich dem Großen: Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Hauptsache er lässt mich und meine Prioritäten dabei in Ruhe!

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