“It’s time for a new revolution!”
Jetzt haben wir uns die Suppe eingebrockt, jetzt müssen wir sie auch auslöffeln. Schuld ist die SPD! Nur weil die zu stolz (oder dumm) sind sich wieder auf ihre Wurzeln zu besinnen, den alten Streit mit dem Oskar zu vergessen und endlich auf die Linken zu gehen haben die so viel Stimmen verloren. Die Linke vertritt doch die Themen, die eigentlich immer auf der SPD-Fahne gestanden haben. Nun ist die SPD orientierungslos und eiert rum.
Den nächsten Fehler, den die machen werden ist sich weiter selbst zu zerfleischen, weil sie es nicht schaffen die alten Herrn in denRuhestand zu schicken. Die nächsten Wochen kommen die CDU und die FDP bestimmt nicht aus dem Lachen über die SPD raus.
Die Grünen bleiben wenigstens ihren Themen treu und wurden dafür auch belohnt. Und die Piratenpartei hat 2,1% geholt und taumelt voller Freude! Bin gespannt wie es nun bei denen weiter geht.




Schuld daran ist nicht die SPD – Die Wähler haben so entschieden. Doch leider gingen viele Stimmen durch Nichtwähler verloren.
Dass die Stimmen für die Piratenpartei ebenfalls verlorene Stimmen sind, hab ich ja auch schon prophezeit. Ich kann zum Beispiel nicht nachvollziehen, dass man so etwas wählen kann wie die Piratenpartei, die nichts zur Arbeitspolitik, zur Abrüstung, zu Atomkraftwerken, zu Kriegseinsätzen, usw zu sagen haben und nur Ihrem einzigen Thema nachgehen. Ist dieses Thema denn so wichtig, dass alle anderen poltischen Themen egal sind? Sorry – in meinen Augen kurzfristig gedacht. Da ich dieses Thema (neben vielen anderen) aber auch für wichtig erachte, hab ich schon vor langer Zeit auf die Grünen aufmerksam gemacht: da sind wir uns wenigstens einig. Sie haben es verdient
Die SPD wird sich schon wieder darappeln. Es ist gut, daß sie in der Opposition gelandet sind, das gibt ihnen die Möglichkeit, sich neu auszurichten. Und das werden sie ganz bestimmt machen.
Gegenseitig „zerfleischen“ werden sie sich allerdings nicht. Das wird ein kurzes Gemetzel, bei dem ein paar Köpfe rollen werden. Das ist auch gut so.
So wie Trixi sehe ich das auch. Obwohl die SPD ganz sinnvolle Politik machte, ist sie als “Junior-Partner” der CDU untergegangen. Schon vor vier Jahren wäre es machtpolitisch sicherlich günstiger gewesen, sich auf die Opposition zu konzentrieren und neue Stärke zu sammeln. Nun … das können sie ja jetzt.
Eigentlich schon fast alles gesagt von plerzelwupp und Trixi.
“Die Linke vertritt doch die Themen, die eigentlich immer auf der SPD-Fahne gestanden haben.”
Das finde ich überhaupt nicht, die Linke macht große, unrealistische Versprechungen und schlägt damit bei vielen natürlich genau in die richtige Kerbe. Nur kann ich nirgendwo erkennen, wie ihre Vorschläge auch in die Tat umgesetzt werden können.
Große Versprechungen und nix dahinter.
Das die Linke keine Alternative ist ist schon klar. Dem Oskar geht es glaube ich auch nicht darum “seriöse” Politik zu machen. Dem geht es nur darum die SPD zu ärgern. Dafür knallt er halt sehr populistisch Phrasen raus, die nun mal viel mit Sozialpolitik zu tun haben. Auch wenn seine Forderungen überhaupt nicht realistisch sind schafft er es doch damit Wähler bei der SPD ab zu greifen.
Wäre die SPD vor vier Jahren in die Opposition gegangen hätten wir totalen Stillstand gehabt. Dann wär alles geblockt worden von SPD, Grüne und den Linken. Jetzt ist es aber gut das sie mal Zeit haben sich neu zu ordnen und sich ihrer Kernthemen wieder bewußt zu werden.
Den Artikel hab ich heute Morgen zwischen Tür und Angel geschrieben, ohne viel nach zu denken, war vielleicht ein Fehler
Oskar Lafontaine geht es durchaus um umsetzbare Politik und die Linke vertritt zu großen Teilen sozialdemokratische Forderungen. Ich wollte zur Linken vor der BTW noch einen Post machen, hab das aber nicht mehr geschafft.
Das Wahlprogramm der Linken spricht eine eindeutig sozialdemokratische Sprache ala Willy Brandt:
Man sollte sich dabei vor Augen halten, daß O. Lafontaine als Finanzminister zurückgetreten und aus der SPD ausgetreten ist, weil er den neoliberalen Kurs, den die SPD-Rechte mit Schröder eingeschlagen hat, nicht vertreten konnte und wollte. Die Gesetzgebung, die uns diese Finanzkrise eingebrockt hat, wurde in den Jahren unter Schröder gemacht, nicht während der großen Koalition.
Die „Berichterstattung“ in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten war gegen die Linke gerichtet und sehr populistisch. Das hatte mit Journalismus, der sich an den Fakten orientiert, nichts mehr zu tun, sondern konnte als Hetzkamapgne gegen die Linke bezeichnet werden.
Die Linke ist durchaus eine Alternative zur SPD. Die Politik, die die letzten 10 Jahre von der SPD gemacht wurde, hatte mit Sozialdemokratie so gut wie nichts mehr gemein. In der Opposition haben sie nun genügend Zeit, sich mit der Linken und auch mit sich selber auseinanderzusetzen und das wird auch passieren.
Laßt euch von der Berichterstattung der öfentlich-rechtlichen keinen Bären aufbinden. Ich war äußerst erfreut, daß die Linke 12% bei der Wahl geholt hat.
@ Trixi: Also sorry, aber das ist Quatsch!
Führende Wirtschaftsexperten haben errechnet, dass die Forderungen der LINKEN 300 Milliarden Euro im Jahr kosten würden.
Das hört sich alles super an: “Reichtum für alle”.
Hätte ich total gerne, kannste mir glauben^^. Aber die Realität sieht nun mal ganz anders aus.
Das hat nix mit populistischer Berichterstattung zu tun. Was die LINKE macht, dass ist Populismus.
@Retronaut
eine Vermögenssteuer wie sie die Linke fordert und wie es sie z.B. in Großbritannien gibt, würde schon mal 70 Mrd. € in die Kassen spülen. Bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 10 € seh ich auch nur einen Gewinnschmälerung der Unternehmen und nebenbei auch einen Steuerzuwachs. Ich hatte auch nicht behauptet, daß die Linke in allen Punkten schon regierungsfähig ist (zumindest auf Bundesebene), wollten sie bis zur BTW aber auch gar nicht sein.
Schau doch mal, welche Positionen die Grünen in ihren Oppositionszeiten hatten, die waren auch nicht viel anders. Über den Kosovokrieg kann man sich noch getrennt unterhalten. (Die Farbbombe für den Joschka war schon klasse). Bei den Piraten braucht man mMn noh viel weniger nachschauen wie bei den Linken, denn die haben noch nicht mal ein komplettes Programm zusammen.
Die Linke erfüllt mMn eine sehr wichtige Rolle in der Opposition, die im Lauf der Jahre auch noch an Bedeutung gewinnen wird. Das wird schon. ^^